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Archiv für die Kategorie ‘Deutschland’

Helles Strohgelb. Eine wunderbare, wenngleich noch junge Rieslingnase: Zitrus und Weinbergspfirsich, Kräuterstrauß, Tabak, nasser Kieselstein, schöne, kühle Mineralik, Anklänge an Speck, Extraktsüße. Im Mund straff und kühl, nicht ganz trocken, Limette, wieder Pfirsich, ganz leicht gemüsig, wie Gurke. Über allem eine im Reifen befindliche Säure in schönem Zusammenspiel mit der Mineralik, etwas Rauch, im leider etwas [...]

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Im Sommer hatte ich den 2004er im Glas, der mir sehr gut gefiel, sich aber noch ein wenig jung und ungehobelt präsentierte. Ein Esswein mit kräftigem Holzeinsatz attestierte ich ihm damals. Heute befindet sich der Jahrgang 2005 im Glas, zum ersten Mal als Großes Gewächs vermarktet.
Für einen Spätburgunder kräftiges Kirschrot mit ziegelroter Randaufhellung. Der Wein [...]

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Auf Tonschiefer gewachsen ist dieser Riesling im Alsenzer Elkersberg. Es braucht nicht viel Fantasie, um zu ergründen, wie die Namensfindung im Hause Hahnmühle von Statten gegangen sein wird, zumal, da die Lage nach eigenen Angaben die Spitzenlage des Weinguts für Rieslinge darstellt.
Goldgelbe Farbe. In der Ansätze von Tiefe zeigenden Nase finden sich verhalten hefige [...]

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Thorsten hat diesen Wein bereits vor ziemlich genau einem Jahr recht euphorisch besprochen, ich trank ihn ungefähr zur gleichen Zeit und war nicht sonderlich begeistert, mir fehlte es schlicht an Tiefe. Ein Jahr ist vergangen, genug Zeit für den Riesling, zu sich zu finden, höchste Zeit für mich, mein Urteil zu überprüfen.
Kräftiges Gelb im Glas. [...]

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Der Kastanienbusch — Keschdebusch, wie wir Pfälzer sagen — ist wohl die beste Lage der Südpfalz, er hat aber als Einzellage ein Problem: Er ist fast 70 Hektar groß. Es ist vollkommen klar, dass auf einer solchen Fläche unterschiedliche Weintypen wachsen. Das versteht in Birkweiler und Siebeldingen jedes Kind; in Brüssel nicht. Dort achtet man [...]

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Im Glas erkennbar jung, ein funkelndes helles Strohgelb mit weißen Reflexen. In der Nase eine feine, mit mineralischen Zitrustönen durchwobene Steinfrucht. Dazu eine duftige süß, herb und salzig wirkende Tabakigkeit, die mild-kräuterige Typizität des Frühlingsplätzchens ist in der Nase voll da. Im Mund fällt zuerst eine leichte Zuckerspitze auf, dann die schon sehr fein gegliederte [...]

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Strahlendes Goldgelb. In der animierenden Nase saftige Zitrusfrucht, etwas Grapefruit, mürber gelber Apfel, Orangenblüten, etwas Butterscotch und Karamell, das sicher auf die Lagerung im Barrique schliessen lässt, verhaltener dahinter auch Kräuter; mit mehr Luft arbeitet sich deutlich ein angenehmer Kamilleduft heraus. Die Nase ist tief und zugleich sehr elegant, das Holz ist zurückhaltend. Auch im [...]

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Obwohl ich schon seit einiger Zeit ein großer Freund dieses Weinguts bin, ist dies hier der erste trockene Wein, den ich von Schloss Lieser im Glas habe. Bekannt ist das Gut für seine rest- und edelsüßen Rieslinge aus den Lagen Brauneberger Juffer(-Sonnenuhr) und Lieser Niederberg-Helden. Aus Neugier hatte ich jedoch diesmal auch ein, zwei Fläschchen [...]

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Zurückhaltende, aber feste mineralische Nase. Wirkt trotzdem eher elegant als voluminös. Typische rotbeerige Frucht eines deutschen Spätburgunders, aber mit feinen Akzenten: etwas Minze und blumigen Aromen. Im Mund wirkt der Wein noch jung, ein wenig verschlossen, recht stoffig, ein Hauch Gerbstoffe, die im Abgang den Wein noch etwas schlank werden lassen. Nach einer Weile zeigt [...]

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Goldgelbe Farbe. Vielschichtige, kraftvolle Nase nach weißen Blüten, rosa Grapefruit, dazu feinwürzige Honiganklänge; die Nase lässt erahnen, dass dieser Wein hochmineralisch ist, ein staubig-rauchiger Schieferton durchzieht das Glas, auch würzige Ankläge, die mich an dunkle, kräutrige Bratensauce erinnern, heller Tabak und wieder Kräuter wabern bodennebelartig durch das (dringend empfohlene) große Bordeauxglas. Etwas (aber gänzlich saubere) [...]

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Revoco! Hatte ich bei Verkostung dieses Weines noch verkündet, mir sei diese Spätlese „locker 90 Punkte“ wert, muss ich mir nun mit ein wenig Abstand eingestehen, dass dies dann doch ein ganz klein wenig zu wohlwollend war. Denn, bei etwas objektiver Betrachtungsweise (nur mir selbst gegenüber) muss ich zugestehen, dass er ein „ausgezeichnet“ nicht erreicht, [...]

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Mit Weinen dieses Gutes hatte ich zuletzt zweimal wenig Glück. Unvorhersehbare, überfallartige Alterungsprozesse in einem Pechstein und einem Ungeheuer aus 2004 und 2005 hatten mich dermaßen irritiert, dass ich nun mit einer gewissen Torschlusspanik auch den Jesuitengarten aus 2005 aus seinem anscheinend gefährlichen Dasein in meinem Keller erretten zu müssen glaubte. Kräftiges, aber nicht nachgedunkeltes [...]

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Klares Strohgelb. Intensiv mineralischer Duft nach Feuerstein, mit deutlichen Tabaknoten, erste zarte Altersnoten, dahinter angetrocknete Aprikose und ein Hauch Zitruscreme. Insgesamt eine perfekt ausbalancierte Nase mit Kraft und Tiefe. Im Mund ähnlich ausgewogen, ebenfalls mit Kraft, Tiefe und Eleganz zugleich ausgestattet. Ein Touch mehr Reifetöne, ohne störend zu wirken. Eine restsüße Spätlese im allerbesten Sinne: [...]

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Transparentes Rubinrot, mit einer leichten Wasserrandaufhellung. In der Nase deutliche Barriquenoten, erinnernd an sahnige Vollmilchschokolade, mit nur leichter Toastwürze, dahinter eine eher kühle rote Beerenfrucht und – deutlich – ein kräutriger Geruch. Im Antrunk leicht schokoladig, der Wein hat aber nur wenig Schmelz, wieder viel Kräuter und kühle rote Beeren, die sich nicht von mir [...]

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Thorsten hat ja bereits vor zwei Wochen seine Eindrücke zum Jahrgang 2008 vorgelegt, nun hatte auch ich die Möglichkeit, einige Große Gewächse und Erste Lagen vom Riesling in einer anderen Probe zu probieren. Alle Weine waren ganz frisch geöffnet, perfekt temperiert und ich hatte Gelegenheit, die Weine recht entspannt offen zu probieren. Weiterlesen …

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