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Archiv für die Kategorie ‘Mosel’

Thorsten hat diesen Wein bereits vor ziemlich genau einem Jahr recht euphorisch besprochen, ich trank ihn ungefähr zur gleichen Zeit und war nicht sonderlich begeistert, mir fehlte es schlicht an Tiefe. Ein Jahr ist vergangen, genug Zeit für den Riesling, zu sich zu finden, höchste Zeit für mich, mein Urteil zu überprüfen.
Kräftiges Gelb im Glas. [...]

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Obwohl ich schon seit einiger Zeit ein großer Freund dieses Weinguts bin, ist dies hier der erste trockene Wein, den ich von Schloss Lieser im Glas habe. Bekannt ist das Gut für seine rest- und edelsüßen Rieslinge aus den Lagen Brauneberger Juffer(-Sonnenuhr) und Lieser Niederberg-Helden. Aus Neugier hatte ich jedoch diesmal auch ein, zwei Fläschchen [...]

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Goldgelbe Farbe. Vielschichtige, kraftvolle Nase nach weißen Blüten, rosa Grapefruit, dazu feinwürzige Honiganklänge; die Nase lässt erahnen, dass dieser Wein hochmineralisch ist, ein staubig-rauchiger Schieferton durchzieht das Glas, auch würzige Ankläge, die mich an dunkle, kräutrige Bratensauce erinnern, heller Tabak und wieder Kräuter wabern bodennebelartig durch das (dringend empfohlene) große Bordeauxglas. Etwas (aber gänzlich saubere) [...]

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Es war eine Notlösung. Da nach zwei Korkausfällen kein anderer Süßwein mehr kalt stand, musste diese Flasche ihren Inhalt lassen… spontan, weshalb ihm auch die eigentlich notwendige Belüftungszeit nicht zuteil werden konnte. Stattdessen: Korken raus und sturzdekantiert, auf dass es in der Karaffe nur so fröhlich vor sich hin schäumte. Spot an – it´s showtime.
Helles [...]

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Nicht nur innerhalb des VDP gibt es Große Gewächse. Auch die moselanische Winzervereinigung „Riesling-Weingüter im Bernkasteler Ring e. V.“, landläufig verkürzt als Bernkasteler Ring bezeichnet, vermarktet seit dem Jahr 2005 unter der Bezeichnung „Großes Gewächs Bernkasteler Ring“ ihre trockenen Spitzen. Die Kriterien hierfür sind Anbau in ringintern klassifizierten Steillagen, eine begrenzte Ertragsmenge von 50 hl/ha, [...]

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Ich möchte an dieser Stelle einmal Respekt zollen. Respekt — diesmal aber nicht für außergewöhnliche Winzerleistungen oder allein für bewegende Momente im Glas, sondern für die Arbeitsleistung derer, die in der finalen Kette der Produktion dieses Weines recht weit am Anfang stehen, deren Arbeit gerade aber bei dem heute probierten Weintyp nicht genug gewertschätzt werden [...]

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Klares Strohgeld. Eigenwillige, zurückhaltende Nase nach Zitrus- und Gesichtscreme. Anfänglich Boytritis-Noten, die aber kurz darauf verschwinden. Erst dahinter recht reife Fruchtaromen nach gelben Steinfrüchten und eine feine kräuterige Schieferaromatik. Der erste Eindruck im Mund ist kräftig und dicht strukturiert mit merklich, etwas sprödem Gerbstoff, dadurch leicht austrocknend. Zurückhaltendes Früchtebouquet nach Aprikose, Zitrus und Cassis. Prägnante [...]

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Blassgelb. Feiner, etwas verhaltener Duft nach reifem Pfirsich und Aprikose in schöne Melange mit der typischen Schiefermineralik. Dahinter ein wenig Blütenhonig und Küchenkräuter. Die Sponti-Noten sind gänzlich verschwunden. Macht Lust auf den ersten Schluck. Dieser zeigt sich im Antrunk dann sehr saftig, aber nicht sonderlich dicht. Wieder viel gelbe Steinfrüchte, zart-herbe Kräuter und eine feingliedrige [...]

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Goldgelb. Die Nase bietet druckvoll und fein zugleich eine Mischung aus gelbfleischigen Pfirsichen, verhalten gemüsigen Tönen, deutlicher Orangenblüten und einer präsenten, leicht rauchigen und „staubigen“ Mineralität. Keinerlei Reifetöne. Im Antrunkt mit gewohnter Extraktsüße, die mit der saftigen Struktur des Weines gut vermählt sein wird – nach ein bis zwei Jahren weiterer Reife. Die von Kräutern begleitete oppulente gelbe Steinfrucht des Weines wirkt derzeit recht [...]

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Der Jahrgang 2005 scheint im Hause Rüdiger Kröber, wie auch größtenteils an der Mosel überhaupt, ein besonders gut gelungener gewesen zu sein. Dies ist nun meine dritte Begegnung mit seinen Weinen aus diesem Jahrgang. Und noch keiner hat mich enttäuscht zurückgelassen, ganz im Gegenteil. Auch dieser halbtrockene Kabinett aus einer Winninger Lage, die in der [...]

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In den letzten Wochen hatte ich mehrere Gewächse von Melsheimer im Glas und es fiel mir immer ein Attribut ein: präzise Weine. So auch heute beim trockenen Spitzenwein des Gutes. Klares, glänzendes Strohgelb im Glas. Präsente Nase mit fein gewobener Schiefermineralik und glockenklaren Aromen nach jungem Pfirsich, Aprikose, einem Schuss Zitrus, zarten Kräutersprösslingen und einem Hauch Stachelbeere. [...]

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Fast wäre man verleitet von einer Bukett-Nase zu sprechen. Derart intensiv duftet der goldgelbe Wein im Glas. Reife Aprikosen und Kräuterduft ohne Ende, feine Zitronencreme und eine elegante Schiefermineralik machen Lust auf den ersten Schluck. Etwas überraschend ist der Hauch von Botrytisnoten in dieser Spätlese. Im Mund präsentiert sie sich unerwartet elegant und feingliedrig. Zwar ist [...]

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Das Graacher Weingut Kees-Kieren hat sich in den letzten Jahren beständig in der Qualität seiner Weine weiter entwickelt, ohne zugleich die preisliche Bodenhaftung zu verlieren. Sympathisch ist diese Winzerfamilie noch dazu, wie ich bei einigen interessanten persönlichen Gesprächen erfahren konnte. Grund genug, aus dem Jahrgang 2005, der hier wirklich überaus gut gelungen ist, die eine [...]

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Es gibt Weine, die bringen mich einfach nur zum Schmunzeln… Diesen Wein habe ich vor nun mehr als vier Tagen geöffnet. Der Korken war komplett durchfeuchtet, es wuchsen Pilzkulturen aus einer schon fast vergangenen Zeit darauf. Ich habe den Wein dann in eine andere, saubere Flasche umgefüllt, an besagten Abend wurde er nur zur Hälfte [...]

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Dunkles Goldgelb. In der Nase – trotz drei Stunden in der Karaffe – päsentiert der Wein merkliche Spontinoten, die ansprechende Nase ist etwas oxydativ, mit mürben gelben Äpfeln, einem Strauss von Trockenkräutern, etwas Butterkeks und süßlicher Rosine. Keine Firne. Im Mund gelber Apfel, rauchig, mit einer präsenten, leicht lackigen Schiefermineralik, etwas Schwarzbrotkruste. Auch im Mund [...]

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