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Archiv für die Kategorie ‘Bordeaux’

Der Zufall will es, dass ich relativ kurz nach dem 1986er nun auch die Gelegenheit habe den 1989er zu verkosten. Gemeinhin als das kleinere Jahr im Moulis beurteilt, nur Parker befindet den 89er als des beste Jahr des Weingutes und gibt ihm 91 Punkte. Wie auch immer, klein ist dieser Wein keines falls. Uns hat [...]

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„Satelliten“, „kleine Bordeaux-Appellationen“, „Best of the Rest“: Der Titel der Oktober-Probe der Bonner Weinrunde war nicht ganz leicht zu formulieren. Thorsten hatte sich vorgenommen, abseits der bekannten Pfade nach Weinen zu suchen, die Aufmerksamkeit verdienen. In sechs Flights und mit einem Betthupferl stellte er uns „seine“ Reise durch das Libournais vor. Weiterlesen

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Am rechten Libournaiser Ufer gibt es noch immer einiges zu entdecken — kleine Weingüter, die aus Niedrigerträgen einige wenige Flaschen mit recht guten Qualitäten erzeugen. Eines davon ist das unscheinbare Chateau Joanin Becot, das geführt wird von Juliette Bécot, der Tochter von Gerard Bécot, seines Zeichens Inhaber und Kellermeister von Chateau Beau-Séjour Bécot in Saint-Emilion. [...]

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Es gibt untrügliche Zeichen, dass der Herbst unmittelbar vor der Tür steht. Die ersten Blätter schalten schon auf „bunt“ und sobald die Sonne verschwunden ist, kühlt es auf der Terasse unerhört schnell aus. Das Stichwort „Rotwein“ kam uns somit zuletzt des öfteren in den Sinn. Dieser hier ist der Zweitwein von Chateau Chasse-Spleen aus Moulis-en-Medoc. [...]

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Dieser Wein wurde als ein weiterer (wie auch der Chateau Fougas-Maldoror 2000) im Zuge von Recherchen für eine Probe verkostet, die sich an Weinen aus den Nebenappellationen am rechten Gironde-Ufer versuchen wird. Chateau Barrabaque zählt zu den besseren Erzeugern im Gebiet Canon-Fronsac, das nur durch das Flüsschen Dordogne von Pomerol getrennt liegt. Der „Superjahrgang“ 2000 [...]

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Es gibt ja verschiedene Ansichten, was die beste Art ist, einen guten Bordeaux zu trinken: Man kann ihn als Essensbegleiter nutzen, sich mit anderen drüber austauschen –  meiner Ansicht nach ist die ideale Konsumeinheit für eine Person die ganze Flasche, und ein Essen brauche ich nur vorweg. In dieser Konstellation kann ich den Wein langsam [...]

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Im Glas ein leicht trübes und dunkles Kirschrot mit hellbraunen Reflexen, erste Zeichen von Reife, auch ein Wasserrand hat sich schon gebildet. Die Nase ist eher fruchtdominiert mit schwarzen und roten Beeren, dazu Kaffee, Rauch, auch etwas Erde und erste pilzige Noten. Im Mund fällt zuerst eine deutliche, saftige Säure auf, danach folgt ein ganzes [...]

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Kompaktes Purpurrot mit orangefarbenen Reflexen. Zarter Wasserrand. In der Nase reife Paprika, viel Cassis, Brombeere, holzwürzige Kakao-Nase, ein wenig alkoholisch und leichte Reifenoten. Im Mund viel reifes Cassis, überraschend saftig und animierend. Auf dem Punkt weiche Tannine, harmonische Holzwürze nach dunkler Schokolade und noch leicht feuchten Tabakblättern. Ätherische Noten mit einem Hauch von Minze und [...]

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Chateau Lynch-Moussas fristet in der Appellation Pauillac, nicht zuletzt auch dank seiner herausragenden Nachbarschaft, eher ein Nischendasein. Nur eher selten kommt es vor, dass dieses Weingut einmal im Rampenlicht steht — und dies wohl auch zu Recht, zumindest wenn man die Weine der zweiten Hälfte der 90er Jahre als Maßstab nimmt. Der Jahrgang 1998 scheint [...]

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Dichtes Purpurrot, kaum Aufhellung zum Rand des Glases hin. Die dichte Nase wird dominiert von Cassisnoten, dazu kommt ein leicht “grüner“ Ton, der ein nicht ganz reifes Lesegut (Cabernet Sauvignon) vermuten lässt, dazu viel dunkle Schokolade, etwas Paprika und ein kühler Eukalyptustouch. Im Mund überraschend jugendlich, Cassis, eher dunkelfruchtig, etwas Zedernholz, mit einer fülligen Struktur, die dabei aber nicht fett, sondern kraftvoll und dennoch nobel wirkt; [...]

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Wenn man diesem Wein eine Schachfigur zuordnen müsste, käme ihm ohne Zweifel die Position eines Turmes zu, schwarze Spielsteine. Denn der Wein ist etwas sperrig, hat aber durchaus schon monolithische Züge. Er zeigt sich dabei weniger von der charmanten Art, er ist vielmehr von Kraft und Kernigkeit geprägt und trägt eine maskuline Handschrift.
Schwarzroter Kern, mit [...]

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Purpurnes Rot mit leicht bräunlichen Reflexen. In der Nase Schwarzkirschen, Pflaumen, ganz fein auch Orangenmarmelade. Hinzu gesellt sich mit mehr Luft eine Schwarzteenote und ein warmer, ganz leicht alkoholischer Schokoladenton. Im Mund schlanker als in der Nase, recht balanciert mit Schwarzkirsche und wieder Teenoten, hat dabei aber eher eine geringe Tiefe. Am Gaumen mit viel [...]

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Es gibt Konsumenten, die kaufen einen Wein nur deshalb, weil das Etikett “so hübsch“ aussieht. Die dahinterstehende Logik drängt sich einem ja auch förmlich auf: wenn schon die Verpackung klasse ist, kann der Inhalt ja auch gar nicht schlecht sein. Oder so ähnlich. Keine Frage, nach der Maßgabe hätte es dieser Wein bei diesen Frauen Konsumenten wirklich sehr schwer. Denn [...]

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Zweitweine zu verkosten ist immer spannend und oft ungewiss, vor allem wenn sie schon etwas älter sind. Zu den Trinkfenstern gibt es unterschiedlichste Meinungen und Diskussionen. Oft zeigt sich jedoch, dass auch die kleinen Brüder der großen Bordeaux-Weine vernünftig reifen können und auf Cru-Bourgeois-Niveau oder gar noch besser getrunken werden können. Gemäß der Regel, dass [...]

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Dieser Wein kam blind ins Glas. „Bordeaux 2001″ war als Eingrenzungskriterium bekannt, der Rest war demütiges Raten. Zum Glück, da doch sehr regionstypisch, als Haut-Medoc erkannt. Dunkles Purpurrot, mit fast undurchsichtigem, ins Schwärzliche gehenden Kern. In der Nase ein recht komplexer Dreiklang von frischen Johannisbeeren und etwas Zwetschgen, minzig-würzigem Zedernholz – diese Nuancen hatte ich [...]

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