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Archiv für die Kategorie ‘Elsass’

Am 28. Januar 2012 luden Herr Frackenpohl und ich ins Kameha Grand Hotel zu einer umfangreichen Probe trockener Rieslinge aus den 90er-Jahren ein. Bei einer solchen Probe besteht die große Gefahr, dass man nach 50 Weinen zwar alle Nuancen der Firne und sonstigen Alters- bzw. Tertiäraromen kennt, aber man ja eigentlich Riesling im Glas haben [...]

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Dunkles Goldgelb. In der üppigen und drückenden Nase Kamille, Mostapfel, süßliche Honigtöne, die auf einen merklichen Botrytiseinfluss hindeuten. Mit mehr Luft ein schönes Spiel mit Trockenkräutern und Aprikose bietend. Der Alkohol ist eine Spur wärmend, er kann aber noch als eingebunden bezeichnet werden. Im Antrunk wuchtig, ja fast schon fett, der Wein wartet mit gefühlt [...]

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Bei einer Mitbringprobe kamen zufällig zwei ausgezeichente Weißweine auf den Tisch. Der Hausherr bereite ganz vorzügliche Kalbsbäckchen, zu denen beide Weine auf ihre Weise gut passten. 1 Domaine Trimach Cuvée Frédéric Emile, 2001 Großartige, tiefe Rieslingnase nach kandierten tropischen Früchten, Zitronenschalen, Limettten – von Karamell ummantelt. Blutorangen, weiße Blüten, leicht oxidativer Einschlag, aber noch sehr [...]

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Die Farbe ein mittleres, schimmerndes Bernsteingold. Elsass eben. Packender, komplexer Duft, der für deutsche Riesling-Nasen vermutlich etwas ungewohnt sein dürfte. Ich höre sie schon: kein Riesling, sofort die AP-Nummer entziehen, keine Sortentypizität – als hätte Deutschland ein Monopol auf DIE Rieslingaromatik. Nein haben wir natürlich nicht, denn genau hier haben wir Identität und regionalen Ausdruck [...]

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[Steffen] Als mich Guido neulich fragte, ob sie denn mal mit einem Gastbeitrag für den Blog rechnen könnten, antwortete ich spontan “ja, mal gucken”. Aber insgeheim hat mich das sehr gefreut, bin ich doch seit nunmehr zweieinhalb Jahren treuer Leser eines der besten deutschen Weinblogs. Und so bot ich diesen Beitrag an, den ich sehr [...]

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Gelegentlich frage ich mich selbst, was für mich den Reiz der Rieslingen aus dem Elsass ausmacht. Leicht machen sie es einem ja nicht. Oftmals oxidativ ausgebaut und somit meilenweit entfernt von der gewohnten und überaus geschätzten Stilistik deutscher (oder österreichischer) Rieslinge, dazu extrem unterschiedlich in ihrem Restzuckergehalt, abhängig vom Jahrgang und wie die Naturhefen eben [...]

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Der Rangen den Thann, gelegen ganz an der Südspitze des Elsass, ist einer der besten Grand Cru Lagen im Elsass, und zwar gleichermaßen für Riesling, Grauburgunder und Gewürztraminer. Während unseres letzten Besuches im Elsass fielen uns die Weine von Schoffit aus dieser Lage besonders auf. Nun nach zwei Jahre ist die Zeit gekommen mal die [...]

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Strohgelb im Glas. Ein ganzer Korb reifer, gelber Früchte; Aprikose, Pfirsich, mürber Apfel. Dahinter die typische jodige und kräuterige Mineralik von Meyer-Fonné. Sein Alter zeigt sich zart an, ganz dezent Anklänge an Limetten-Blätter und feinen, oxidativen Noten. Die Allermeisten sind spontan begeistert. Im Mund überzeugt der Wein auch die letzten Skeptiker, derart saftig, frisch und [...]

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Klasse Nase! Sehr fruchtig, nach reifen gelbfleischigem Steinobst und dem Abrieb von Zitronen. Zugleich intensiv mineralische Noten nach Wachs, mildem Rauch und leicht süßlichem Tabak. Ganz zart ist eine Elsässer Typizität zu erkennen und Alterstöne. Im Mund auch zunächst saftig und intensiv, jetzt spielen jedoch die kreidigen, mineralischen Aromen die erste Geige. Die Frucht tritt [...]

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[18. Mai 2008] Im Glas strahlendes, helles Bernstein. Der Wein zieht deutliche Kirchenfenster im Glas, was eine hohe Extraktdichte vermuten lässt. Die Nase eine Wucht von einem buntem Kräuterstrauß aus Thymian, Majoran und etwas Dill, daneben deutliche Mineralik, Feuerstein und feinste Petrolnoten, die das aufkommende Alter zart anzeigen. Nach einer Weile kommen auch Fruchtaromen von [...]

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In der Nase ein vitales Spiel aus reifen gelben Früchten wie Quitte und Pfirsich, etwas Zitronenschale, fein-herbe Mineralik, sehr elegante, überaus ansprechender Duft mit ätherischen Anklängen. Sehr dicht und kompakt im Mund, hat Kraft und große Nachhaltigkeit, noch sehr jung. Erneut fällt uns Quitte und reife Pfirsiche ein. Spannendes Spiel mit der vorhandenen Restsüße und [...]

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Ähnlich wie Zind-Humbrecht ist Albert Mann schon seit vielen Jahren ein überzeugter Biowinzer (Ecocert Zertifiziert) und einer der im Keller nur natürliche Hefen einsetzt. Das Ergebnis ist ein echte Naturprodukt. Lässt es die Natur zu, können seine Weine ein ganz besondere Aromatik und Vielschichtigkeit erreichen. Heute habe ich zum Nachtisch eine Vendanges Tardives angestellt, was [...]

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Recht helle Farbe für einen Elsässer. Die Nase von mittlerer Intensität, wirkt schon recht reif. Kaum Frucht, dafür um so mehr kreidige Mineralik mit deutlichem Gummiton, herbe Kräuter, jodige Noten und feine oxidative Anklänge. Der Antrunk saftig, durchaus animierend mit sauberen Stein- und Zitrusfrüchten. Dominante Säurestruktur, der Wein hat eine gewisse Tiefe und Dichte, auch [...]

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Ganz allmählich entwickelt sich eine Gewohnheit im kleinen Kreise: Sonntagabends ein paar gute Weine ohne besonderen Rahmen aufzuziehen, quasi als Kontrastprogramm zu den aufwendigen Weinverkostungen. In entspannter Atmosphäre mit leckerem Essen, Kaminfeuer und Gesprächen auch abseits der Weinwelt, wollen wir die Weine genießen und nicht verkosten. Also das, wofür diese Weine eigentlich gemacht wurden. Von [...]

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Der Riesling aus dem Muenchberg von Ostertag gehört für mich ganz sicherlich zu den Weinen, die meine Leidenschaft für Elsässer-Rieslinge begründet haben. Sein 2005er zählt für mich bis heute zu den ganz großen sensorischen Erlebnissen, derart einmalig durchzog dem Wein ein komplexe Mineralik, wie ich sie nur ganz selten erlebt habe, ganz zu schweigen von [...]

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