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Archiv für die Kategorie ‘Wachau’

Kürzlich ergab sich die Gelegenheit eine große Bandbreite trockener Spitzenrieslinge von 2001 bis 2003 binnen weniger Stunden im Glas zu haben. Alle Weine wurden blind serviert, nach jedem Flight wurde aufgedeckt. Zehn erfahrene Rieslingfreaks trafen sich in Engelskirchen und steckten ihre Nase in insgesamt knapp 40 große Gewächse, getrieben von der Neugier wie sich die [...]

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Im Rahmen einer Probe für große, trockene Rieslinge im gereiften Stadium kamen die vermeintlichen Musktiere aus 2002 gemeinsam in einem Flight (halbblind*) auf den Tisch: G-Max, Unendlich und der von vielen als bester trockener Riesling des Jahres eingestufte Hubacker. 2002 war weder in Deutschland noch in der Wachau ein großes Riesling-Jahr. Der ständige Regen im [...]

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Prager, das vermeintlich am wenigsten bekannte Wachauer-Weingut der großen Vier (neben Hirztberger, Knoll und F.X. Pichler), landete bei diversen Blindverkosten, Grüner Veltliner sowie Riesling, regelmäßig ganz oben. Die terroirgeprägten Weine überzeugen oft dank ihres vielschichtigen Geschmacksbildes, der festen, nachhaltigen Mineralik und einer besonders feinen, angregenden Säurestruktur, sowohl in der Jugend als auch im gereiften Stadium. [...]

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Im Herbst präsentierte ich im Rahmen der Bonner-Weinrunde einen Streifzug durch die großen Wachauer-Rieslinge. 18 Weine standen an, darunter ein Pirat und als Einstieg ein Federspiel von Knoll. Den Wachauern Winzern ist über die Jahre gelungen, was heutzutage alle Anbaugebiete anstreben und nur ganz wenige erreichen: Originalität.  Vorausgesetzt er ist gebietstypisch vinifiziert, erkennt man einen [...]

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Kräftiges Altgold, hohe Viskosität. Markant pfeffrige Nase mit viel Rauch, Wachs, mürben Äpfeln und leicht angetrockneten Kräutern. Keine Altersnoten, sehr vielschichtig mit einer aufregenden inneren Spannung. Fast aufdringlich, aber keine Anzeichen von Trägheit. Sehr saftiger, kräftiger Antrunk, die enorme Extraktdichte des Weines füllt die Mundhöhle sofort aus. Konsequent trockene Machart, mit einer über den gesamten [...]

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Sattes Strohgelb.  Mittelkräftige, jedoch ungemein subtile Nase mit komplexen mineralischem Duft nach Tafelkreide, Ton und Brotkruste. Die Mineralik geht ein ungemein packende Verbindung mit den Zitrus- und Steinfruchtaromen ein. Daraus erwächst eine ganz einmalige Typizität, die uns magisch anzieht. Sehr elegant und facettenreich. Im Mund von mittlerem Körper und knochentrocken. Ernsthafte Stilistik, die von einer [...]

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Vor ein paar Wochen in Rainers Wachau-Probe. Die ersten dreizehn Weine brachten (für mich gänzlich blind) ein wirklich sehr hohes Niveau ins Glas – niemand hätte gemeckert, wenn es einfach so weiter gegangen wäre. Ging es aber nicht… Die Flasche, die als Wein 14 auf den Tisch kam und diesen – bis auf den allerletzten [...]

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Bei unserem letztjährigen Besuch bei Jamek in Weissenkirchen legte sich unsere Stirn in Falten als wir seine 2008er-Rieslinge aus der Ried Klaus verkosteten. Sein Federspiel wie auch der Smaragd wirkten nicht auf der Höhe: vordergründige tropische Noten, fast pafümiert, keine Länge und gar ein Touch zuviel Alkohol lese ich in meinen Notizen vom letzten Jahr. [...]

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Konsequent mineralische Nase nach Tafelkreide, Kalk und nassen Steinen, dahinter verspielte Kräuteraromen und ein Touch Hefe. Sehr ansprechend, wenn man Zeit und Muße hat, sich auf seine ganz eigene Strenge einzulassen. Dies erfordert er auch am Gaumen. Kompromisslos trocken, eher ein schlanker Wein, aber mit elegantem Spiel und einer eigenen Handschrift. Er überzeugt aufgrund einer [...]

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Dunkles Strohgelb. Die komplexe Nase eröffnet mit malzig-jodigen Noten, eine zunächst schüchterne, vollreife Mandarinenfrucht arbeitet sich mit mehr Luft nach vorne. Feine Reifetöne begleiten einen süßlich wachsigen Ton. Im Antrunk ein voller Körper, auch die Mineralität ist kraftvoll, wenig primärfruchtig, allenfalls eingelegte Dosenmandarinen vernehmen wir. Da ist noch mehr Frucht, diese bleibt aber verwaschen gelbfruchtig. [...]

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Strohgelbe Farbe. Auch einige Stunden nach dem Öffnen ein recht verhaltener, jedoch feiner Duft nach leicht unreifen Pfirsichen, ein wenig Äpfel und ein Touch Cassis gibt dem Wein ein leicht herbe Note mit. Die Mineralik findet sich sehr schön ein und erinnert an Malz und Rauch. Gelungen, dürfte nur etwas kraftvoller sein. Der Antrunk recht [...]

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Rainer meinte es gut mit uns. So und nicht anders will ich umschreiben, wie diese Flasche in unseren Besitz gelangt ist. Und nach einigen arbeitsreichen Wochen mit viel nervlicher Belastung sollte nun endlich der Tag gekommen sein, die notwendige Ruhe war inzwischen auch wieder eingekehrt, sich dieser Flasche eingehender zu widmen… Strohgelb mit metallisch-grünem Reflex. [...]

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Glänzendes Gelbgold, hohe Viskosität. Dunkel-rauchige Mineralik, getoastetes Weißbrot und feine buttrige Anklänge prägen die Nase, fast meint man Barriquenoten zu vernehmen. Deutlich im Hintergrund ein dezenter Bergamotteduft und ein erster Hauch Firnenoten. Ein überaus ansprechendes, tiefes und verführerisches Bukett. Im Mund vergleichbar mit dem 2003er (hier lesen), jedoch spürbar reifer und stärker bestimmt von Sekundäraromen. Ganz [...]

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Strahlendes Altgold.  Harmonische, intensive Nase mit Grapefruit, kandierten Zitronen, Mirabellen und der typischen Kräuterwürze. Keine Altersnoten, wirkt aber gereift. Der erste Eindruck im Mund ist saftig, prickelnde Säure und ein Touch Alkohol, der sich aber nach einer Weile noch gerade so gut einbindet. Die Frucht tritt zu meiner Überraschung etwas in den Hintergrund. Vielleicht zeigt [...]

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Während der Wachau-Reise in diesem Sommer hatten wir das große Glück, fast kistenweise reifere Gewächse aus einem Keller zu ergattern, dessen Besitzer sein Restaurant und damit auch den Weinbestand aufgab. Darunter auch dieser 2002er Wein. Ein schwieriges, oft geschmähtes Jahr. Trotz allem hatte ich zu meiner Freude schon so manchen 2002er im Glas, der sich [...]

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