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Archiv für die Kategorie ‘Spanien’

Manchmal treibt mich der Blick in meinen Weinkeller fast in den Wahnsinn. Riesling galore, jede Qualität; weiterer deutscher Weißwein zur Genüge; Bordeaux, dessen Öffnung gut überlegt und geplant sein will, ebenfalls; „Mittwochsweine“, wie Guido sie nennen würde, kaufe ich um die Ecke nach Bedarf; aber einfach mal ein schöner Rotwein bis 15 Euro, trinkreif? Nix. [...]

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Völlig undurchsichtiges Schwarzrot, nur leichte Aufhellungen zum Rand hin. Die Nase ist tief und offeriert komplexe Fruchtnoten, sie erinnert zunächst an vollreife Zwetschgen und Schwarzkirschen. Schichtweise finden sich dann weiter Schwarzbrot, Graphit, balsamisches Holz, auch ein Hauch Vanille, Bitterschokolade, Mocca, Rumrosine, dunkle Beeren strömen in die Nase … es hört nicht auf. Ein vom Alkohol [...]

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Dunkles, undurchsichtiges Schwarzrot ohne Aufhellungen. In der zunächst nur verhaltenen, erst mit mehr Luft dann expressiver werdenden Nase finden sich eher rotfruchtige Noten, rote Johannisbeere ist hier sehr deutlich, dazu ein leichter Schwarzbrotton, recht kühler Stil mit erdigen und kräutrigen Noten, etwas Wachholderbeere. Die dreizehnmonatige Lagerung in neuen Barriques hat der Wein gut verkraftet, die [...]

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Die mallorcinische Weinwelt teilt sich in zwei Herkunftsbereiche auf: im Westen firmieren die ca. 400 ha großen Weinanbauflächen unter der Herkunftsbezeichnung D.O. Binissalem, im östlichen Teil der Insel hat die D.O. Pla i Llevant gut 340 Hektar. Das Stammhaus des Weingutes „Vinyes i Bodegues Miquel Oliver“ liegt in Letzterer, genauer gesagt, in der Gemeinde Petra, [...]

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Das im Jahre 1989 gegründete Weingut „Bodegas Alvaro Palacios“ befindet sich in der katalonischen Gemeine Gratallops, im Zentrum des bergigen Anbaugebiets Priorato (D.O.Ca.). Seine praktische Ausbildung erhielt der umtriebige studierte Önologe Palacios bei Chateau Petrus, eine weitere Station ging dann ins Napa Valley. Bekannt, zwischenzeitlich wohl auch berühmt, wurde der Winzer durch seine inzwischen als [...]

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Diese Cuvée aus den autochthonen mallorcinischen Sorten Callet und Manto Negro sowie Cabernet Sauvignon ist das, was ich als eine „verpasste Chance“ bezeichnen würde. Hier hätte die Bodega einen eigenständigen Wein erzeugen können, der durch seine eigene Stilistik zu gefallen wüsste. Herausgekommen ist statt dessen ein international austauschbar wirkender Wein, der auch in vielen anderen Regionen [...]

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Dieser Wein stammt aus einer Zeit, als man an spanischen Flughäfen im Security-Bereich noch nett angelächelt wurde, wenn man per Flugzeug im Rucksackhandgepäck flaschenweise Wein lokaler Provenienz außer Landes bringen wollte - und nicht etwa, wie heute,  dazu gezwungen wird, in den Lauf einer durchgeladenen Maschinenpistole schauen zu müssen, nur weil man es gewagt hatte, sein Duschgel nicht in 100ml-Packs umzufüllen. Andererseits, hätte ich geahnt, dass [...]

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Helles Goldgelb, in der recht komplexen Nase Zitrus und Apfel, dazu Blüten, feine Spuren von Honig und andere florale Nuancen. Im Antrunk völlig trocken, verhalten saftiger Apfel, vitale Säure, mineralisch, dazu auch eine strukturgebende würzige Note, die mich zunächst auf einen Ausbau im großen Holzfass tippen ließ (er hat aber nur Inox gesehen, wie mir [...]

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Es werden wohl Marketing-Gründe sein, warum die Compañia Vinicola del Norte, die sich eigentlich C.V.N.E. abkürzt, den Namen CUNE geschwungen auf ihre Etiketten druckt. Sei es drum, ich habe auch so einen Wiedererkennungseffekt. Denn regelmäßig, wenn der geschwungene Schriftzug auf der Flasche steht, stimmte bislang die Qualität im Glas. So auch heute. Der Homepage [...]

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Der El Vinculo ragt zumindest geografisch deutlich aus dem Sortiment von Alejandro Fernandez heraus. Er stammt nicht aus Ribera del Duero, sondern aus Campo de Criptana in La Mancha — normalerweise nicht gerade eine Herkunft mit Qualitätsgarantie. Bei der Traubensorte bleibt er der Bodega treu: 100 Prozent Tempranillo aus alten Rebstöcken, 18 Monate lang in [...]

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Im Glas ein reines, klares, leuchtendes Kirschrot, noch sehr extraktreich, kaum Wasserrand. Das Bukett hat eine mittlere Intensität und Aromen von Zedernholz, Süßholz, roten Johannisbeeren, Kirschen und roter Paprika. Hält nur kurz an in der Nase. Auch im Mund ein eher kleiner Körper. Die Aromen kommen nicht stärker heraus, vorne gibt es eher leichte Anklänge [...]

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Im Glas ein glänzendes, klares Kirschrot mit dünnem Wasserrand. Die Nase bietet von Rauch umnebelte Kirschen, Dörrpflaumen, etwas süße Vanille und vor allem eine starke Würze wie von Paprikapaste und Zigarrenkiste — ein intensives, aber noch sehr kompaktes Bukett. Jung kommt der Reserva auch im Mund mit viel austrocknendem, dunklem Tannin daher, das während des [...]

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Im Glas granatrot mit extraktreichen Reflexen in der Mitte, insgesamt ein klarer, heller und vornehmer Tempranillo. Das Bukett ist etwas verhalten, bringt aber ein reintöniges, duftiges Aromaspiel: Himbeeren, schwarze Johannisbeeren, heller Tabak, ganz Rioja. Dazu eine kühle Frische wie von Nadelholz. Im Mund Kirsche und Himbeere, hinten grüne Bananen. Eine schöne, niveauvoll ausgeglichene Struktur mit [...]

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Tiefrot im Glas wie dunkle Brombeeren, offenkundig unfiltriert und stoffreich konzentriert mit schwarzen Reflexen, viel Extrakt bis an den Rand, von Alterung keine Spur. Das Bukett ist entsprechend — zuerst eine intensive, tiefrote würzige Nase mit Herbstlaub, schwarzer Johannisbeere, etwas Leder, eine aromatische, bitter-süßliche Tabaknote. Die Frucht hält sich anfangs noch etwas zurück, kommt aber [...]

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Im Glas wirkt er eher hell und klar mit einem Rubinrot. Das Bukett ist eher verhalten, dabei rote und schwarze Beerentöne, vor allem Brombeere, etwas harzig. Beim Verkosten rote Beeren, eine schöne herbe Note eingelegter Aprikosen, etwas Gurke, vor allem aber Mandarine, abgerundet mit einem feinen, leicht süßen Vanillearoma. Der Abgang ist nicht der längste, [...]

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