Weingut Grassl Bärnreiser, 2001

Bärnreiser, eine Cuvee aus Zweigelt, Merlot und Cabernet Sauvignon ist das Große Gewächs von Grassl, einem der Spitzenerzeuger im Carnuntum. Auf meiner kürzlichen Weinreise durch dieses Gebiet zählte der 2006er zu einem der besten Weine. Wie es der Zufall will, habe ich heute das Vergnügen, den 2001er im Glas zu haben, der sich tiefdunkel mit bläulich-violetten Reflexen und einer leichten Randaufhellung präsentiert. Das Bukett lässt aufgrund Aromen nach Cassis, grüner Paprika und Brombeeren zunächst den Cabernet Sauvignon erkennen, nach einer Weile aber auch Kirsche und etwas Feige, was deutlich für den Zweigelt spricht, immerhin 50% davon stecken in diesem Wein. Das Holz ist präsent, jedoch eher im Hintergrund. Leider wirkt die Nase, obwohl der Wein bereits sechs Stunden in der Karaffe war, immer noch nicht harmonisch, ganz so als hätte sich der Aromakern nicht vollständig geöffnet. Auch im Mund ist der Wein eigenartig sperrig und die Holznoten treten etwas ungehobelt in den Vordergrund. Die Aromen aus der Nase zeigen sich hier wieder und harmonieren gut mit der vitalen Säure. Der Abgang hat eine gute Länge, ist aber nicht sonderlich eindringlich. Der 2006er hat trotz seiner Jugendlichkeit schon jetzt deutlich mehr zu bieten. Das Ergebnis überrascht nicht sonderlich, wo doch das Carnuntum sich gerade in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt hat, so auch Grassl.

Von Privat, 24,50 Euro, 84 Punkte (gut), bis 2010

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