Winery Torbreck The Steading Barossa Valley, 1999

Torbreck The Steading, 1999 (1 von 1)Wer einen bezahlbaren Einstieg in hochwertige australische Rotweine sucht, findet mit dem „The Steading“ einen möglichen Kandidaten. Diese Cuvée aus Gernache, Shiraz und Mataro (ursprüngliche Bezeichnung von Mourvédre) ist so etwas wie der Gutswein, im besten Sinne, von Torbreck. Im besten Sinne meint, dass er die Kühle und Eleganz der leider sehr teuren Spitzenweine dieses Erzeugers andeutet und sogar richtig gut reifen kann. Auch bei diesem 1999er finde ich ein mineralisches, fein gezeichnetes Bukett mit Graphit, viel Kräuterwürze, Sauerkirschen und Blaubeeren, nur ein feiner Hauch vom Fassausbau, es kommt richtig Vorfreude auf, den Wein zu trinken. Am Gaumen ein herrlich saftiger Auftakt mit einem Korb voller Sauerkirschen und dunkler Waldbeeren, die von einer feinen Säurestruktur durchzogen sind. Dazu gesellen sich ein würziger Geschmack und feine Holznoten, die glücklicherweise jede Süße vermeiden, und nicht zu vergessen die steinwürzige Mineralität, die den Wein im gesamten Verlauf begleitet und auf der er auch langsam ausklingt. Der Wein ruht in sich, hat seinen harmonischen Höhepunkt erreicht. Ein ausgezeichneter Wein, der seine 14,5% Alkohol perfekt maskiert und der seine Rebsorten wie ein Schild auf der Brust trägt – am Tisch wurden genau die drei Rebsorten sofort erkannt. Ich möchte empfehlen, den Wein nun zu öffnen. Er wird sich noch ein paar Jahre gut halten, aber vermutlich nicht mehr verbessern.

Vom Fachhandel, ca. 30 Euro, 90 Punkte (ausgezeichnet), jetzt bis 2017

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