Chateau Pontet-Canet Pauillac, 1996

Pontet-Canet, 1996 (100 von 1)1996 gilt als eines der besten Jahrgänge der Dekade im Bordeaux (nur linkes Ufer), die Weine benötigen jedoch aufgrund ihrer dichten Struktur und den reichlichen (aber reifen) Tanninen eine lange Reifezeit. Die allermeisten Bordeaux-Kenner werden ihre OHKs noch gar nicht aufgemacht haben, aber nach knapp 20 Jahren darf dann doch mal erlaubt sein, eine Flasche zu versuchen. Wir wurden nicht enttäuscht, der Wein präsentierte sich zwar noch nicht gänzlich ausgereift, besonders die Tannine griffen jugendlich wirsch in den Gaumen und engten den Nachhall aromatisch ein, trotzdem offenbarte er stets die gehobene Güte des Jahrganges.

Das präsente Bukett dominiert eine vielschichtige Cabernet-Merlot-Aromatik, ein Potpourri aus vollkommen ausgereiften Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren, Schwarzkirschen und roten, leicht süßlichen Paprika. Über die Frucht legen sich Schwaden von den Barriques, die uns an Marzipan, Leder und braunem Kaffee erinnern, im Hintergrund zeigt ein Touch Vanille das jugendliche Fett an, insgesamt eine von der Jugend geprägte, aber angehend geöffnete Medoc-Nase der gehobenen Güte. Am Gaumen gefällt mir besonders das Wechselspiel aus der Strenge des Pauillac und der Reife und Stuktur des Jahrgangs. Vermutlich macht das jetzt nur bedingt Sinn, jedoch neigt Pontet-Canet in den 90er-Jahren zuweilen recht streng, ja monolitisch zu wirken. Auch der 96er zeigt Anlagen dazu, aber dank der reifen und saftigen Fruchtaromatik erhält er ein Gegengewicht und diese macht ihn schon heute zu einem echten Spitzenwein. Bereits im Auftakt von fester Struktur, wird von der Süße aus Frucht und Fassaromen beinahe überlagert, für mich zum jetzigen Zeitpunkt ein Hauch süßer, als ich es persönlich bräuchte, aber das wird sich finden. Vergleichtbar mit der Nase, wird das komplexe Früchtespiel von einem noblen Holz ansprechend begleitet, dazu gesellen sich mineralische Noten,  die an Graphit erinnern, reife, tänzelnde Säure, sehr konsistenter, überzeugender Verlauf, der Nachhall zeigt die Eingangs erwähnten Probleme, aber das wird sich aller Voraussicht noch finden. Heute als Speisebegleiter eine unbedingte Empfehlung, wird in zehn Jahren völlig erblüht sein und dann selbst als Solist den verwöhntesten Gaumen Freude bereiten.

Vom Fachhandel, 91-92+ Punkte (ausgezeichnet), 2018 – 2036

 

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Chateau Figeac Saint Émilion, 1998

Figeauc, 1998 (100 von 1)Zu Beginn zeigte der Figeauc pentrante animalische Noten, die mit der Zeit abnahmen, aber nie ganz verflogen. Hochreife Cassisfrucht, rotes Paprikapulver, dunkle Bitterschokolade, Graphitanklänge, wirkt bereits in der Nase hochkonzentriert. Am Gaumen kraftvoller Körper, dicht, fruchtintensiver Auftakt nach dunklen Beeren, vorallem Brombeere und hochreife Cassis, viel Herrenschokolade und eine noch etwas indifferente Süße vom Faßausbau, die Tannine reif, trotzdem noch derartig präsent, dass sie meinen Gaumen komplett bedecken, ein Wein noch von großer Unruhe seiner Jugend gezeichnet, bringt aber viele Anlangen mit gut zu reifen, im Mund übrigens keine Stallnoten mehr, bissige Säure, zeigt Tiefe an, langer, wenngleich unausgewogener Nachhall, noch mindestens 10 Jahre liegen lassen.

90+ Punkte (ausgezeichnet), ab 2024+

Chateau Leoville Las Cases Saint-Julien, 2002

Las Cases, 2002 (100 von 1)Ein Bukett nach hochreifer, aber sehr feiner Cassisfrucht, dahinter drückt aber leider eine ins überreife gehende Waldbeerenfrucht mit gar rosinigen Ansätzen, die Hitze des Jahrganges ist deutlich zu spüren, dunkle Bitterschokolade, wirkt mit der Zeit fast ausladend, erinnert an die überextrahierten Kandidaten der neuen Weinwelt. Am Gaumen von gewaltiger Extraktdichte, saftiger Auftakt mit Bächen voller dunkler Beerenfrucht, viel Brombeere und Maulbeere, alle ummantelt von Schichten dunkler Schokolade von den Barriques, die Tannine reif, beißen mit aller Macht ungeniert in meinen Gaumen, auch hier wirkt die Frucht fast überreif, kompottige Anklänge begleiten mich über den gesamten Verlauf, der Alkohol wärmt, bleibt lange auf dem Gaumen liegen, aber ohne jedes Benehmen. Ja, man muss es sagen, es ist nur eine Karikatur der Feinheit und Finesse älterer Las Cases. Aber vielleicht haben die Weine aus den 70ern und 80ern, die ich heute so liebe, in ihrer Jugend ebenfalls so geschmeckt. Zweifel bleiben. Noch einige Jahr weglegen und hoffen.

88+ Punkte (sehr gut), 2017 – 2027

Chateau Lafite-Rothschild Paulliac, 2002

Lafite, 2002 (100 von 1)Glockenklares Bukett nach sehr feiner und noblen dunklen Beerenfrucht, Cassis par excellence in perfekter Ausreifung, duftige Anklänge nach Brombeeren und roten Johannisbeeren, vielschichtige Barriquenoten, die gelegentlich noch zu sehr die Frucht bedrängen, aber in diesem jugen Stadium sei es dem Wein zugestanden. Eine sehr klassische, aber nahezu perfekte Nase. Am Gaumen gibt es einen führenden Eindruck: delikat und klar. Mittlerer Körper, im Antrunk vielschichtige dunkle Beerenfrüchte, perfekt gereift, Kakaopulver und feinherbe Herrenschokolade, Tabakanklänge, etwas Vanille, die Säure bringt alle Aromen perfekt zum Ausdruck, gelegentlich noch etwas jugendlich angespannt, die Tannine reif, aber mit wenig Charme, der Wein ist noch mindestens 10 Jahre zu jung, aber bereits heute merkt man seine ganze Klasse an und er lässt sich mit Freude trinken, wird sich aber noch weiter auffächern, ein wahres Grand Cru, sehr langes Finish mit Tiefe und Spiel.

93+ Punkte (ausgezeichnet), 2017 bis 2032

Chateau Leoville Las Cases „Clos du Marquis“, 1998

1998-DCMLLCWas für eine schöne Nase… ich könnte mich hier einfach reinsetzen – und verweilen. Eine betont holzwürzig-röstige Nase, die von einer tiefen Brombeer-und Cassisfrucht umspielt wird, begleitet von einem Hauch Zeder und hellem Tabak. Hier wusste der Weinmacher, wie es geht, seine Kundschaft mit Röstaromen zu verführen. Dies wird nur noch schöner werden mit weiterer Reife, für sich eingenommen hat diese Nase mich aber schon heute… „1a-Zuhause-feeling“.

Mitteldichter Antrunk, sofort fällt hier die prägende (und mich faszinierende) Aromatik von hellem Tabak auf, die den Wein durchgehend bis ins Finale begleitet. Sehr schön auch die trockene, klare Cassisfrucht, rote Johannisbeere gesellt sich hinzu, die Frucht gewälzt in Kakaostaub. Alles in allem ein sehr ausgewogener Wein, kein Element drängt sich unschön in den Vordergrund, allesfalls das feinkörnige Tannin hat heute noch einen zu präsenten Grip. Da es nicht trocknend wirkt, wird sich dies schön einbinden in einigen Jahren. Eher schlanker Körper, die 12,5% Alkohol nimmt man dem Wein sofort ab – und nicht minder ist dieser Wein ein Plädoyer dafür, dass ein keinen überbordenden Alkohol benötigt, um Aromen zu transportieren. Mittellanges, etwas vom Tannin geprägtes Finale. Hat noch Reserven und wird wohl „ausgezeichnet“…

Ein ungemein schmackhafter Bordeaux klassischer Prägung, der trotz prominenter Herkunft nie teuer geworden ist (damals noch als der echte „Zweitwein“ von LLC vermarktet, heute ist der „Clos du Marquis“ ein eigenständiger Wein).

Offen und nach zwei Stunden in der Karaffe getrunken.

Aus dem Fachhandel, 35 EUR, 88+ Punkte (sehr gut), jetzt bis 2018

Große Weine in kleiner Runde

Titel Große Weine in kleiner RundeEiner der schönsten Proben des Jahres erlebte ich im November in Gütersloh. Nur sieben Weinliebhaber und Weinliebhaberinnen brachten je zwei hochwertige Flaschen mit und der Gastgeber verwöhnte uns kulinarisch auf das Allerfeinste. Wie sich herausstellte, hatten alle dieselbe Vorstellung von „hochwertig“, dazu war die Runde dermaßen entspannt, wie ich es mir öfters wünschen würde.

Das Vorprogramm startete mit einer Besonderheit, einem slowenischen Sauvignon Blanc von der Domaine Ciringa, der auf der steirischen Lage Zieregg wächst. Der Fosilni Breg 2011 wird am Weingut Tement gekeltert und offenbart in der Nase unmittelbar seine Rebsorte, im Mund überraschend trocken, würzig, Pfeffernote, tropische Anklänge, insgesamt ausgewogen, im Nachhall etwas karg 84/100. Auch der nächste Wein war besonders, denn im Rheingau macht wohl nur J.B. Becker derart furztrockene Rieslinge, die im Holzfass gereift nun wirklich nicht dem gemeinen Bild des Rheingau-Riesling entsprechen. Egal, seine Art kann ganz großartig sein, nur dieser 1990er-Wallufer Walkenberg Spätlese „trocken“ war schon einige Jahre drüber. Intensiver Duft nach Wachs, Mandeln, Brioche, nicht uninteressant, aber nur was für Freaks. Am Gaumen mittlerer Körper, erneut keine Frucht zu erkennen, trocken, die Säure geht rustikal zu Werke, fortgeschrittene Oxidation, komplexe Sekundär- und Tertiäraromen, null Charme 83/100. Der 2006er-Chardonnay von Jim Clendenen´s Große Weine in kleiner Runde 2Weingut Au Bon Climat aus dem Santa Ynez Valley (Santa Barbara County) war überraschend stark vom Holz maskiert, der die sehr frische und lebhafte Frucht besonders in der Nase stark maskierte. Am Gaumen von mittlerem Körper, das Holz lässt hier der Frucht etwas mehr Raum und zeigt eine erstaunliche Frische und Feinheit, betont trocken, ohne jede Schwülstigkeit, der Wein scheint mir heute noch zu jung, wenn er in wenigen Jahren das Holz besser integriert hat, kann das ein ausgezeichneter agiler Chardonnay werden. Heute 88/100. Noch jünger war der 2007er-Chardonnay von Bouchard aus der Mersault-Lage Genevriéres. Etwas offeneres, fruchtigeres Bukett nach frischen Birnenspalten, Mandeln, vielschichtige Kräuter, das Holz noch sehr deutlich wahrnehmbar. Am Gaumen mittelkräftig, saftiger Antrunk, viel Frucht und Holz, noch recht laut, Karamell, wirkt etwas süßer und fülliger, als der Kalifornier, die Frucht noch leicht dropsig, aber alles vorhanden für eine schöne Entwicklung. Noch liegen lassen 90/100.

Dann kamen wir zum Hauptprogramm und es ging los mit einem auf den Punkt gereiften Bricco dell´Uccelone von Braida aus dem Jahr 1998. Das war einfach perfekt gereifter Barbera mit einer verführerischen Kirschfrucht, roten Johannisbeeren, vom Faßausbau kaum etwas zu spüren, rauschendes Säurespiel, ungemein klar und packend, sehr animierend zu trinken, jetzt auf dem Höhepunkt 92/100. Erstaunlich gut in Form der Spätburgunder S vom Weingut Keller aus dem Jahr 2001. Feines Bukett nach rotbeerigen Früchten, floralen Anklängen, wirkte noch sehr jugendlich. Am Gaumen frisch, herrlich klare rotbeerige Früchte, nur am Rande zeigte sich das Holz, könnte auch aus dem Burgund kommen, kräftige Säure, im hinteren Bereich ziehte er sich leider etwas zu und hinterlies ein trocknendes Mundgefühl, trotzdem 89/100.

Einfach ein großer Syrah ist der 1991er-La Turque von Guigal, mit einem intensiven Duft nach Teer, dunklen Waldfrüchten, Schinkenspeck und Olivenpaste, schon die Nase macht süchtig. Am Gaumen ohne Schwere, aber mit höchstem aromatischen Ausdruck, frisch-saftiger Auftakt nach Waldfrüchten, von wilden Kräutern ummantelt, alle Aromen im ständigen Spiel, alle Komponenten, Säure, Holz, Tannin, sitzen perfekt, Musterbeispiel an Komplexität, langer Nachhall. Großes Kino 97/100. Ausgezeichnet dann der 1996er-Chateauneuf-du-Pape Reserve vom Chateau Rayas mit einem wilden Bukett nach Rauch, deutlichen Holznoten, erinnerten an Grillaromen und dunkle Herrenschokolade, extreme Würzigkeit, im Hintergrund dunkle Waldbeeren und erste Champignonanklänge zeigen eine fortgeschrittene Entwicklung. Am Gaumen entspricht er aromatisch dem Naseneindruck, die Frucht tritt etwas deutlich zu Tage mit leichter Überreife, wirkt gewogen, die Aromen spielen und bringen Tiefe in den Wein, solide Säurestruktur, viel Zug, bleibt lange am Gaumen, jetzt gut zu trinken 93/100. Höhepunkt dann der ultrarare und ebenso teurer Vega-Sicilia Unico Reserva Especial, ein Cuvée aus den Unico Reserve Especial 70-72-73Jahrgängen 1970, 1972 und 1973. Der roch einmalig distinguiert nach Schwarzbrot, Blaubeeren, Schlehen, Kirschsaft und dunkler Bitterschokolade, insgesamt einfach nobel komponiert ohne jede Alterserscheinung. Am Gaumen saftig, klar, seidiges Mundgefühl, perfekte Balance aller Komponenten, erneut dieses sublime Spiel aus dunklen Waldfrüchten und einer Essenz aus Kirsche, vermählt mit den Schwarzbrotnoten, faszinierend feines Säurespiel, auch hier vom Alter nichts zu merken, außer seiner einmaligen Entspanntheit, bleibt sehr lange, ohne sonderlichen Druck am Gaumen haften, es geht kaum besser, jede Suche wert 97/100. Da kam der ebenfalls ausgezeichnete Cheval Blanc aus dem Jahr 1995 einfach nicht mit. Der duftet noch sehr jugendlich nach Kirschen, Cassis und Brombeeren, Schoko und Kakao vom Holz, sehr fein, aber noch nicht ganz aufgefächert. Der Auftakt am Gaumen dicht, klar und saftig, mit noch leicht jugendlich-süßlicher dunkler Beerenfrucht, Cheval Blanc 1995Schwarzkirschen mit Schokoüberzug, dahinter erste Anklänge von geräucherten Schinken und ätherische Noten, Kaffee, komplex, aber noch verschlossen, gute Länge, würde ich noch ein wenig liegen lassen 92+/100. Noch viel Frische, aber nur mäßigen Tiefgang zeigte der 1955er-Calon Segur. Duftet nach fragilen rotbeerigen Früchten, Küchenkräuter, leicht störend metallische Anklänge, Klebstoff im Hintergrund. Im Mund erstaunlich viel rotbeerige Frucht, macht im Auftakt einen fast saftigen Eindruck, der sich aber immer weiter verschlankt und im Nachhall versiegt dann die Frucht, die Säure recht markant, es fehlt ein wenig an Fülle, trotzdem noch wirklich sehr gut mit Genuss zu trinken 87/100. Der formale Höhepunkt war dann leider oxidiert, was bei einem Wein aus dem Jahr 1915 natürlich nicht wirklich überrascht. Trotzdem saßen wir mit langen Gesichtern vor dem Morin Pommard Hospices 1915Morin Pommard Hospices de Beaune, einfach weil wir uns soviel von ihm versprochen hatten. Besonders der edle Spender, mein Weinfreund Norbert, war natürlich untröstlich. Tröste dich, wie du weißt hatten wir wenige Wochen danach zwei Morins, die uns in den Burgund-Himmel führten. Den Abschluss machte der 1994er-Cabernet Sauvignon Reserve von Robert Mondavi, Mondavi Cabernet Sauvignon Reserve, 1994der mit seine tiefen, dunklen Kirsch- und Cassisfrucht sofort Noblesse versprühte, feine Minze, Graphit, wirkt fast noch scheu. Ebenso im Mund, er wirkte jedoch dermaßen zurückhaltend, schüchtern, wie wir es alle von einem Wein aus Napa Valley noch nicht erlebt hatten. Die Frucht, die Tannine, das Holz geschliffen, ohne jedes Geschrei, im Gegenteil sehr balanciert, fein, aber auch irgendwie komplett eingeschüchtert. Der Wein lies sich gut trinken, man spürte seine ganze Klasse, aber er lies uns irgendwie ratlos zurück, wenn der Wein sich auffächert, scheint mir die hohe Meinung von Parker möglich, heute wollte ich ihn nicht bewerten. Anschließend gab es noch feine Süßweine, die ich aber nicht mehr seriös notiert habe.

Chateau D´Aiguilhe Cotes de Castillion, 2008

2008-CDCdC Wir waren auf der Suche nach einem kräftigen, jugendlichen Essensbegleiter (Rumpsteak)  –  und fanden die gewünschte Stilistik exakt in diesem Wein.

In der üppigen und recht lauten Nase eine vollreife Schwarzkirsche und ein wenig Heidelbeer-Joghurt, unterlegt von einer dunklen, noch sehr jugendlichen und vordergründig vanilligen Holztönung. Das Toasting wurde hier recht kräftig gewählt (viel neues Holz). Leider ist die Nase auch mit etwas Wärme versehen. Zugänglich also, aber nicht sonderlich komplex.

Der Antrunk erinnert stark an einen Merlot aus der „Neuen Welt“, reife Art, süßes und saftiges Brombeer-Schwarzkischgelée. Diesem Wein attestiert man sofort, dass er „gemacht“ wurde. Neben der üppigen, leicht kompottigen Frucht, finden sich saftige Schokonoten, leider trocknet das Tannin am Gaumen dann doch noch merklich, während das Finish noch nicht viel zu bieten hat.

Der Wein hat genug Substanz, um noch einige Jahre weiter zu reifen, aber als Solist wird er mir auch weiterhin nicht auf den Tisch kommen, denn dafür ist er nicht eigenständig und vielfältig genug. Mal sehen, was aus ihm in drei bis fünf Jahren wird – ein nominell „guter“ Wein ist er schon , auch wenn er überhaupt nicht „mein Wein“ ist. Aber so, wie es auch Frauen gibt, die Männer mit Schnäuzer mögen, gibt es bestimmt… ach egal.

Im Fachhandel gekauft, 19 Euro, 83+ Punkte (gut), jetzt bis 2016