Casa de la Ermita Jumilla Crianza, 2005

Dichte, etwas trübe Farbe mit deutlichem Violetteinschlag. Saftige Nase nach dunklen Beeren und Pflaumen, etwas Marzipan und ein schön eingebundenes, zurückhaltendes Holz. Neben diesen wärmenden Elementen hat der Wein aber auch eine kühle Seite mit Kräutern, einem minimalen Eisenton und leichter Mineralik. Insgesamt sehr duftig, mit Spiel und – als Strukturelement ganz gelungenem – Alkoholmanagement.

Im Mund schön strukturiert, mit Extraktsüße und (vielleicht etwas zu) reifer Frucht, die am hinteren Gaumen aber wohltuende Konkurrenz von einer fröhlichen schwarzen Johannisbeere erhält. Gute Säure. Das Holz macht sich im Mund etwas süßlicher als in der Nase mit einer Vollmilchschokonote bemerkbar. Der Alkohol trägt auch hier viel zur Substanz bei, die Tannine sind noch etwas ruppig.

Ein schöner Wein, den man ohne viel Tamtam und dennoch mit nicht nachlassendem Interesse über einen ganzen Abend hinweg trinken kann. Noch ein Jahr liegen lassen.

Vom Fachhandel, 11,50 Euro, 85 Punkte (sehr gut), 2011 bis 2013

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