Ein Winzerleben im Glas – Bernhard Breuer und sein Berg Schlossberg

Breuer Titel 1 (100 von 1)Die großen, trockenen Weine von Bernhard Breuer faszinieren mich seit Anbeginn meiner Leidenschaft für trockene Rieslinge und sie sind mir bis heute ein hochgeschätzter Begleiter geblieben. Leider entdeckte ich die Weine für mich erst nach dem viel zu frühen Tod von Bernhard Breuer (Frühjahr 2004). Aufgrund ihrer Machart benötigen die Weine viele Jahre der Reife und offenbaren das ganze Können von ihm und seines Kellermeisters Hermann Schmoranz erst so allmählich. Regelmäßig erblühen diese großen Rieslinge erst nach 10 Jahren Flaschenreifung vollständig und zeigen dann ihre ganze Pracht. Aktuell (2013) steht an ihrer Spitze der Nonnenberg aus dem Spitzenjahr 1993, der eine derartig aristokratische Noblesse verströmt, dass nur die allergrößten Jahrgänge von Trimbach´s Clos Ste Hunes noch Paroli bieten können. Für Deutschland und dem Rheingau sind sie sicherlich einmalig und zählen zu den großen trockenen Rieslingen unseres Landes.

Was macht sie so besonders? Zunächst einmal hat das Weingut einen Erfahrungsvorsprung vor den allermeisten Kollegen beim Ausbau trockener Spitzenrieslinge, denn es machte sich bereits zu Beginn der 80er-Jahre auf den Weg. Den Rieslingen merkt man das Bestreben von Breuer an, den eigentlichen Kern der Rebsorte zum Vorschein zu bringen. Die Weine sind stets verhältnismäßig alkoholarm, trotz aller Konzentration nie schwer, von großer Finesse und Aromenvielfalt geprägt und bewahren sich bei aller Komplexität immer ihre Trinkfreude. Hinzu kommt das Bestreben, die unterschiedlichen Lagen aus Rüdesheim und Rauenthal geschmacklich erfahrbar zu machen. Bei Berg Schlossberg und dem Nonnenberg kann man den mittlerweile zum Modewort denunzierten Ausdruck „Terrior“ wahrhaft erfahren.

Auch nach dem Tod von Bernhard Breuer ist das Gut unter der Leitung seiner Tochter Theresa Breuer seiner Linie treu geblieben und hat sich auch von aktuellen stilistischen Vorlieben nicht beirren lassen. Die Trauben werden früh gelesen, auf Mostgewichte kommt es nicht an, die Maischestandzeit ist länger als üblich, der Ausbau erfolgt bei den Spitzenweinen im großen Holzfässern und auf irgendwelche Manipulationen wird verzichtet, seit 2010 wird konsequent biodynamisch gearbeitet. Und so kommen trotz  veränderter klimatischen Bedingungen selbst die 2011er-Ersten Gewächse mit 11,5 % bis 12 % vol. Alkohol aus. Sie besitzen nicht desto Trotz höchsten Ausdruck und Tiefe.

Vor gut fünf Jahren begann ich ältere Jahrgänge der trockenen Spitzenrieslinge zu sammeln und so war es mir möglich im Sommer 2012 eine Vertikal-Probe dieser Weine durchzuführen. Zu meiner Freude stieß die Idee auf Gegenliebe und so waren die 10 Stühle schnell besetzt, obwohl jedem Teilnehmer bewusst war, dass wir mit einer ordentlichen Ausfallquote rechnen mussten, denn auch Bernhard Breuer war in den 80ern sicher noch am Anfang seiner Entwicklung als Winzer.

Ein ganz herzliches Dankeschön gilt Theresa Breuer, die uns dankenswerter Weise wichtige Jahrgänge aus ihrem privaten Keller für diese Probe zur Verfügung stellte.

Breuer Flight 1 (100 von 1)Flight 1
Die Anfänge – Die Charta-Weine
Wir begannen bei den Anfängen in den 80er-Jahren – den Charta-Weinen. Eine Bezeichnung einer Vereinigung von ambitionierten Winzern. 1984  gegründet mit der Zielsetzung die Qualität trockener Rieslinge im Rheingau zu verbessern und deren Absatz national wie international zu fördern.

1985 Berg Schlossberg Charta Cabinett
Die Nase fruchtfrei, oxidiert, mit Wachsnoten, etwas Birnenschale. Am Gaumen von schlankem Körper, es ist noch eine gewisse Frucht vorhanden, wirkt gezerrt und weit über den Höhepunkt hinweg, die Säure resch, aber noch einigermaßen akzeptable, mittlere Länge. Typischer Wein, dem einfach die physiologische Reife fehlte, um sich über die lange Zeit günstig zu entwickeln.
82/100

1988 Berg Schlossberg Charta Cabinett (Magnum)
Unangenehme Nase nach Petrol und Waschbenzin, mit der Zeit zeigen sich Zitrusfrüchte. Am Gaumen schlank, Anklänge von Kern- und Zitrusfrüchte, wird im weiteren Verlauf immer dünner, gut integrierte Säurestruktur, bricht hinten ab.
81/100

1989 Berg Schlossberg Charta Cabinett (Magnum – mäßiger Füllstand)
Der Korken war durchweicht. In der Nase intensiver Kellermuff, etwas Zitrusanklänge, unangenehme Kohlnoten, im Mund klar fehlerhaft.
Keine Bewertung

Breuer - Die 1994er (100 von 1)

Flight 2
Der Gipfel des Rieslings – Teil 1

1994 Nonnenberg
Endlich eine schöne gereifte Nase mit edler Firnenote, rauchiger-erdbetonter Mineralik und kandierten Zitrusfrüchten. Am Gaumen herrlich saftig, glasklare Rieslingfrucht gepaart mit knackiger Säure, viel Feuerstein, weiter hinten kommen vermehrt Apfelaromen auf und er endet lange auf einer erdigen Mineralik, insgesamt straff, Zukunft.
92-93/100

1994 Berg Schlossberg
Pech hatten wir mit dem Schlossberg aus demselben Jahr. Bereits in der Nase ein deutlicher Essigstich, leicht mostige Apfelaromen und Waldmeister. Mit der Zeit beruhigt sich der Duft etwas. Im Mund von enormer Extraktdichte, intaktes Säuregerüst, mineralisches Fundament, noch viel Frucht, die an reife Steinfrüchte erinnern, ein Hauch Zitrusabrieb, im weiteren Verlauf drängt sich die Mineralik immer auf, der Wein endet mittellang. Im Mund deutlich angenehmer als in der Nase, trotzdem eine Enttäuschung, denn hier sind gerne 95/100 im Glas.
87/100

Breuer -2000 (100 von 1)Flight 3
2000 – Es geht auch gut!

2000 Nonnenberg
Duftet markant nach Feuerstein, diverse Wildkräuter, kaum Frucht, sondern nur tiefe Mineralik. Macht unmittelbar große Vorfreude. Im Mund von großer Dichte, nun saftige fein-fruchtiger Antrunk, jede Menge Zitrusfrüchte, dann jedoch übernimmt die Mineralik das Kommando, wir notieren Basaltstein, Waldboden, Jod und ein langen überaus salzigen Nachhall, in dem die Säure eine Spur zu sehr hochtickt.
91/100

2000 Berg Schlossberg
Noch besser der 2000er-Schlossberg, wenngleich es Flaschen gibt, die auch 95 Punkte erreichen können. Aber auch so ausgezeichnet mit seinem mineralischen Duft nach Feuerstein, feuchten Kieselsteinen und Zigarrenkiste, zeigt Tiefe und Ernsthaftigkeit. Am Gaumen kräftig, mit intensiver Fruchtfülle nach Mango, hochreifen Pfirsichen und Aprikosen, alles sehr sauber ausgearbeitet, die Mineralik gräbt sich heftig in dem Gaumen ein, ein Hauch Botrytis, kecke, nicht ganz perfekt eingebundene Säure, kaum endend wollender Abgang, wird sich noch weiter entwickeln.
92/100

Breuer - Die Nonnenbergs (100 von 1)Flight 4
1996 – Das letzte unreife Riesling-Jahr

Dieses Jahr hatte ich bewusst ausgewählt, da es zumindest unter Winzern bekannt ist als letztes Jahr in dem die Riesling-Traube aufgrund der kühlen Witterung in weiten Teilen der Anbaugebiete nicht vollständig ausreifen konnte, bzw. nicht die gewünschten Öchslegrade erzielte. Das ist auch in diesem Jahr möglich war Spitzenweine zu erzeugen sollte dieser Flight zeigen. Ich hatte bereits mehrfach das Vergnügen diese Weine im Glas zu haben und besonders der Schlossberg erreichte oft eine große Bewertung. Leider hatten wir heute kein Flaschenglück und so fasse ich mich recht kurz.

1996 Nonnenberg
Verhaltene, eher mineralisch geprägte Nase, dahinter leicht süßlich-gemüsiger Einschlag, Butterscotch und  Vanille, sehr eigenwillig und nicht sonderlich ansprechend. Im Mund von schlankem Körper, im Antrunk klare Frucht nach Zitronen und grünen Äpfeln, stahlig, knochentrocken, ohne jeden Charme, die Säure ist spitz und nimmt im Nachhall eine stechende Färbung an, da ist es dann eindeutig zu viel, auch für Liebhaber säurebetonter Rieslinge, daneben zeigen sich Karamellnoten, keine gute Flasche.
81/100

1996 Rottland
Völlig daneben der Rottland. Roch nach Kartoffelschale, Gemüse und Dill. Im Mund Kamille und Säure ohne Ende, muffig, dumpf. In diesem Zustand keine Freude mehr. Hatte ich schon viel besser.
78/100

Breuer Schlossberg, 1996 (100 von 1)1996 Schlossberg
Etwas gedeckte, aber durchaus elegante Nase, zeigt Tiefe an, pulvriger Schieferduft, Feuerstein, grünes Kernobst und etwas Pfirsich. Am Gaumen von mittlerem Körper, klare Steinfruchtessenzen, sogar mit einem zarten Schmelz, lebhafte, aber noch gut integriert Säure, dichte Mineralik nach feuchten Kieselsteinen, mittlere Tiefe, die Frucht anfangs noch schön aufgefächert, verliert im hinteren Verlauf leider etwas an Zeichnung und so gerät der mittellange Nachhall etwas verschwommen. Auch hier leider eine schwache Flasche, wenngleich der Wein noch schön zu trinken ist und man seine eigentliche Klasse gut erahnen kann.
88/100

Flight 5
Erste Trinkreife nach gut 15 Jahren

1997 Nonnenberg
Reintönige Nase nach getrockneten Äpfel, etwas Abrieb von Zitrusfrüchten, Hauch Mineralik, zeigt Tiefe an. Am Gaumen von knapp mittlerem Körper, seiner für den Nonnenberg typischen erdigen Mineralik, Malz, Brotkruste und kandierte Steinfrüchte ohne jede Süße, die Säure resch und bereits Geschmacksache, gute Länge, ohne sonderlichen Ausdruck. Leider war auch diese Flasche kein Glückgriff, denn der Wein ist heute noch allemal für 90 Punkte gut.
84/100

Breuer Schlossberg, 1997 (100 von 1)1997 Schlossberg
Intensiver Duft nach Feuerstein, Wiesengräser und leider auch ein wenig gemüsige Noten. Am Gaumen etwas kraftvoller als der Nonnenberg, sauber gezeichnete Zitrusfrüchte und reifes Kernobst, kräftige, aber bestens eingebundene Säure, etwas Malz und erneut Feuerstein, stimmiger Verlauf, mittlere Länge, nicht schlecht, aber es fehlt an der Noblesse, die ein großer Schlossberg haben sollte.
88/100

1998 Nonnenberg
In der Nase unangenehme Kohlnoten, kandierte Zitrusfrüchte im Hintergrund, sonst nicht viel. Karger Antrunk von einer harschen Säure dominiert, der Eindruck wird durch die Zitrusaromen noch verstärkt, erdige Mineralik, Malz und Karamell geben dem Wein ein wenig Fülle, aber kein wirklicher Genuss mehr.
82/100

Flight 6
Die vermeintlich zweite Reihe aus den 90ern

Breuer Schlossberg, 1991 (100 von 1)1991 Schlossberg
Verhaltener Duft nach getrockneten Kräuter, schwarzer Tee, weiße Blüten, kaum Frucht. Nicht schlecht, aber recht eigenwillig, eben gut 20 Jahre alt. Am Gaumen sehr schlank, klare Zitrusfrucht, die Säure tritt zu dominant auf und nimmt ihm die Eleganz und Ausgewogenheit, schöne mineralische Noten im weiteren Verlauf, mittlere Länge, noch intakt, aber kein sonderlich bemerkenswerter Wein.
85/100

Breuer Schlossberg, 1995 (100 von 1)1995 Schlossberg
Ausdrucksstarke Nase mit viel Kräutern, reintönigen Steinfrüchten, dahinter Zitrusfrüchte, leicht kandiert, vielschichtige Mineralik, ein Hauch animalische Noten, zeigt Tiefe und Klasse an. Am Gaumen endlich ein Wein voller Ausdruck und Frische. Herrlich klare und reintönige Rieslingfrucht zum Auftakt, die Mineralik eine Wucht aus Asche, Basalt und Schieferstein, kandierte Mandarine verleiht dem Wein einen zarten Charme, viel Zug am Gaumen, viel Saft und Kraft, die Säure präsent, aber schön eingebunden und verspielt, mittlere Länge. Endlich ein Schlossberg mit der erhofften Klasse. Noch jede Suche wert.
93/100

Breuer Schlossberg, 1999 (100 von 1)1999 Schlossberg
Etwas merkwürdige Duft nach Marzipan, daneben allerding auch eine klare Rieslingfrucht, mineralische Anklänge. Am Gaumen recht kräftig, etwas rustikal, ziemlich ungewöhnlich für einen Schlossberg, leichte Restsüße, reife Steinfrucht, feste Säurestruktur, noch etwas gedeckte Mineralik nach Feuerstein und Basalt, mittlere Länge, der Wein wirkt in der Verschlussphase, er hat noch jugendlichen Speck und die Restsüße steht heute etwas abseits vom Rest, wird sich vermutlich einbinden, liegen lassen.
86+?/100

Flight 7
Der Gipfel des Rieslings – Teil 2

1993 Nonnenberg
Zählt für mich zu den besten trockenen Weißweinen, die je in Deutschland erzeugt wurden. Auch diese Flasche zeigte die ganze Klasse und das Potential dieser Lage. Die Nase subtil nach Krokant, pulvriger Mineralik, erinnert an Kalkmergel, Asche und einen feinen Hauch Waldboden, die Frucht glockenklar nach kandierten Zitrusfrüchte, weißer Johannisbeere und dunklen Waldbeeren, Anklänge nach diversen Blütenblättern. Große, tiefe Rieslingnase. Am Gaumen klar wie ein Gebirgsbach, herrlich saubere Rieslingfrucht, ohne jede Breite, frisch aufgebrochene Mandarine, enorm straff, fast noch jugendlich herrisch, große Ernsthaftigkeit weil trocken, aber mit deutlicher Extraktdichte, tiefe und ausdruckstarke Mineralik, konsequenter Verlauf wie ein Strich, enorme Länge. Ein wahrhaftig großer Riesling voller Noblesse, Distanziertheit, jugendlicher Frische und mit vitaler Primärfrucht. 20 Jahre alt! Riesling geht kaum besser. Jede Suche und Investition wert.
96/100

Breuer Schlossberg, 1993 (100 von 1)1993 Schlossberg
Kaum schlechter der Schlossberg aus diesem Traumjahr. Wirkt insgesamt etwas dichter, aber auch fetter. Duftet intensiv nach leicht glacierten Steinfrüchten subtil verwoben mit tiefer, steinbetonter Mineralik, im Hintergrund diverse dunkle Beerenfrüchte, Kräuterwürze und eine Ahnung Kandis. Fast kräftiger Körper am Gaumen ohne jemals seine Trinkigkeit zu verlieren, wirkt in seiner Aromatik nun würziger mit fast üppiger Frucht, etwas Restsüße sogar noch, Extraktreich, vielschichtige und tiefe Mineralik, sehr straff, großer Ausdruck und Festigkeit, langer nuancierter Nachhall. Ebenfalls ein großer Wein von gänzlich anderer Art alsder Nonnenberg, welcher aufgrund seiner einmaligen Strahlkraft doch die Nase leicht vorne hat.
95/100

Flight 8
Bernhard Breuer´s letzten drei Jahrgänge
(Notizen von Guido Müller)

Breuer Schlossberg, 2001 (100 von 1)2001 Schlossberg
Reife Früchte, klar gezeichnete Nase, etwas Traubenzucker, cremige Mandarinenfrucht, eine Spur Cassis, elegant und strukturiert. Am Gaumen sehnig, saftig, dunkle Beeren, betonte würzige Mineralität, im Verlauf verspielt, mit saftig fruchtiger Art und Traubensüße, jugendlicher Gesamteindruck, sehr schön eingebundene Säure, die sich auch im mittellangen Finale schön zeigt. Noch liegen lassen.
88+/100

Breuer Schlossberg, 2002 (100 von 1)2002 Schlossberg
Mandarinencreme, etwas Wachs, recht verschlossen. Am Gaumen süßliche Zitrusfrucht, wachsig, und etwas schwerfällig, Malztöne, verwoben mit Orangeanklängen und einer Spur Honig, deutlich mittellanger Nachhall. Weit vor seiner Zeit geöffnet.
85+/100

2003 Schlossberg aus der Magnum
Kork.

Die Probe war eindeutig eine Arbeitsprobe, hinzu kam das ausbleibende Flaschenglück und so blieben einige Weine hinter ihren Möglichkeiten zurück. Es zeigte sich auch über den Abend, dass diese komplexen, sehr trockenen und säurebetonten großen Gewächse mit der Zeit anstrengend zu verkosten sind. Jeder Wein forderte die ganze Aufmerksamkeit des Verkosters und lies uns aufgrund fehlender Süße und Charme nie wirklich durchatmen.

Breuer Auslesen GK, 2006 (100 von 1)Erst zum Schluss wurden wir dank der drei süßen Auslesen Goldkapsel aus Roseneck, Rottland und Schlossberg (Jahrgang 2006) ein wenig verwöhnt, wobei die Bandbreite gewaltig war. Beim Roseneck lag ich nur bei sehr mäßigen 82 Punkte (süß, eindimensional, wenig Spiel), während der Schlossberg mit 94 Punkte groß aufspielte. Und auch die beiden Rotweine zum Ausklang, der 1974er-Unico und der 90er-Las Cases wurden von den meisten Teilnehmern wohlwollend aufgenommen.

Ich werde weiterhin Breuer´s Weine mit Leidenschaft sammeln, lange weglegen und gereift geniessen, nur den über 20 Weinen dieser Kategorie wurde ich an diesem Abend nicht wirklich gerecht.

Ganz herzlichen Dank an Ralf Kaiser, der für diesen Beitrag des Fotografien beisteuerte.

Breuer Vega-Sicilia, 1974 (100 von 1)

Breuer Las Cases, 1990 (100 von 1)

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4 Kommentare zu “Ein Winzerleben im Glas – Bernhard Breuer und sein Berg Schlossberg

  1. Pingback: Ein Winzerleben im Glas – Bernhard Breuer und sein Berg Schlossberg | Nur ein paar Verkostungen ...

  2. Hallo Rainer, ich bewundere die Leistung von Berhard Breuer und Deine ausdrucksstarke Weinbeschreibung. Ja, grosser trockener Riesling kann atemberaubend sein. Aber warum ist das so wichtig, dass Riesling trocken ausgebaut ist? Welchen Gewinn an Lebensqualität bringt der trockene Ausbau? Ich hatte schon viele schöne Erlebnisse mit gereiftem Riesling. Nach meiner Erfahrung schneiden die Restsüssen dabei oft besser ab als die Trockenen. Beste Grüsse, Rainer

    • Hallo Rainer,
      gerade die unterschiedlichen Ausbaumöglichkeiten des Rieslings macht ihn ja so besonders facettenreich und faszinierend. In der Tat schätze den trockenen Riesling im besonderen Maße und habe hier auch die meiste Kenntnis und Erfahrung. Es soll aber nicht heißen, dass ich einen frucht- oder edelsüßen Ausbau nicht schätze. Es gibt wohl kaum etwas herrlicheres als einen restsüßen Kabinett bei Sonnenschein auf der Terrasse oder eine Auslese zum Dessert. Deine Erfahrung mit dem Reifeverlauf von restsüßen Rieslingen kann ich nachvollziehen. In der Tag kann Zucker bei der Reife helfen, muss aber nicht. Auch knochentrockener Ausbau reift unter bestimmten Voraussetzungen sehr gut. Aber bei dieser Probe ging es um die trockene Spitze von Breuer, für die dieses Weingut in erster Linie bekannt ist. Und als Rieslingtrinker hat man eh schon die höchste Stufe der Lebensqualität erreicht, oder?
      Viele Grüße
      Rainer

      • Hallo Rainer, Deine Bemerkung zu Rieslingtrinken und Lebensqualität kann ich nur unterstreichen 😉 Beste Grüsse, Rainer

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