Reifeentwicklung trockener Rieslinge – Jahrgang 2002

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Der Anfang des Jahrtausends war zumindest aus Sicht des deutschen Rieslings äußerst gelungen. Neben 2001 und 2004 kann man seit einiger Zeit auch aus dem Jahrgang 2002 wunderschön gereifte Weine trinken. Das Jahr war recht warm, brachte aber auch viel Regen, leider auch in der Lesezeit. Das Jahr gilt nicht als groß, nicht als klein, aus 2002 kann alles kommen. Die Weine in unserer Reifeprüfung zeigten diese Varianzen – aber auch, dass sie sich überwiegend positiv entwickelt haben und heute noch eine bemerkenswerte Standfestigkeit beweisen. Weiterlesen →

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Reifeentwicklung trockener Rieslinge – Jahrgang 2004

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In unserer Verkostung gereifter Rieslinge kamen wir zu dem vielleicht größten der unterbewerteten Jahrgänge. Anfangs als unreif und phenolisch verschrien, beweist der Jahrgang 2004 heute, was Rieslinge aus kühleren Jahren und nicht zu viel Öchsle kann. 2004 bietet aktuell häufig mit Abstand die schönsten Weinen, die oft sogar noch Potenzial für die weitere Entwicklung haben. Die Verkostung konnte das bestätigen. Wir erklommen endgültig den Riesling-Gipfel. Weiterlesen →

Reifeentwicklung trockener Rieslinge – Jahrgang 2003

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Im Rahmen unserer Probe mit großen trockenen Rieslingen kam als erster der unselige Jahrgang 2003 an die Reihe. Zuerst hochgefeiert, bald schon abgeschrieben, zeigt er heute, dass er einige wenige wunderbare Weine hervorgebracht hat, die einen ganz eigenen Stil haben. Bei diesen muss dann aber alles stimmen, vor allem auch die Lagerung. Glück spielt eine große Rolle, allein die Flaschenvarianzen scheinen größer zu sein als bei anderen Jahrgängen. Diese Fragilität konnten wir erneut bezeugen. Aber auch nicht ganz geglückt gereifte Weine hatten eine Geschichte zu erzählen. Weiterlesen →

Weingut Dönnhoff Riesling Schlossböckelheimer Felsenberg Großes Gewächs, 2007

Dönnhoff Felsenberg GG, 2007 (1 von 1)Die Großen Gewächse von Dönnhoff aus 2007 haben sich bis heute ausgezeichnet entwickelt, dies gilt auch für den Felsenberg. Die Weine sind zwar jahrgangstypisch durchaus kräftig und auch alkoholstark ausgefallen, aber lassen sich dank ihrer feinen Säurestruktur und ihrem mineralischem Ausdruck animierend trinken. Auch die 13.5% Vol. beim Felsenberg fallen nicht auf und auch sein lagenbedingter Hang zu einer opulenten und süßlichen Fruchtigkeit wird gut in Schach gehalten.

In der Nase ein kühl-mineralischer Eindruck mit frischen Kräutern, dahinter Heu, Rauch und jugendliche tropische Früchte, aber auch saftige Kernobstaromen, ein insgesamt jugendlicher Eindruck. Am Gaumen fest, intensiv mineralischer Auftakt mit saftiger Frucht, die vorhandene Restsüße heute viel besser eingebunden als beim Release, sehr feine, spannungsgeladene Säurestruktur, zieht sich fordernd und anregend über den gesamten Verlauf über den Gaumen, wirkt harmonisch und straff, fester Kern, nähert sich seinem Höhepunkt an, keinerlei Reifenoten, gute Tiefe und ein sehr langer, mineralisch ziehender Nachhall. Ein ausgezeichneter Felsenberg, ohne jede Üppigkeit oder übermäßige Süße. Ohne zu dekantieren sofort ins Glas bereitete er sofort Freude.

Vom Weingut, 30 Euro, 92 Punkte (ausgezeichnet), jetzt bis 2022