Marc Kreydenweiss Riesling Andlauer Wiebelsberg Grand Cru „La Dame“, 2007

IMG_0101Diesen Wein hatte ich bereits vor gut zwei Jahren durchaus positiv beschrieben. Kürzlich hatte ich ihn ein weiteres Mal im Glas und war erneut begeistert ob seiner distinguierten Aromatik, auch wenn es sicherlich ein Riesling jenseits der der üblichen aromatischen Trampelpfade dieser Rebsorte ist.

Nach meinem Dafürhalten duftet er komplex nach gelben Äpfeln, Pflaumen, weißem Rauch, Asche, gesalzenen Mandeln und Karamell, sehr sauberes Bukett, zarte Noten im Hintergrund, die von dem oxidativen Ausbau herrühren. Im Mund dann ein packender, salzig-mineralischer Auftakt, die Säure ist fordernd, wird aber stets von einer satten Fruchtigkeit begleitet, Schalen von gelben Äpfeln, jugendliche Steinfrüchte, sehr agil und jugendliche Beweglichkeit, herrlich fokussierter Verlauf, kühle Mineralität, von Oxidation oder Reifenoten nach sieben Jahren Flaschenreife ist nichts zu vernehmen, tiefe Kräuterwürze, erinnert an salzige Nussmischung und kalte Cola, dagegen steht aber stets eine versöhnliche, klare Rieslingfrucht, der Wein zeigt sich komplex und nachhaltig, betont mittellanger Nachhall, jetzt auf seinem Höhepunkt, dürfte sich hier noch länger halten, eine weitere Verbesserung kann ich mir nicht vorstellen, die braucht der Wein aber auch nicht.

Vom Weingut, 18 Euro, 92 Punkte (ausgezeichnet), jetzt bis 2019